Erfahrungsbericht Studiengang Wirtschaftsinformatik

Bild Erfahrungsbericht Studiengang Wirtschaftsinformatik

Dieser „Erfahrungsbericht Studiengang Wirtschaftsinformatik“ schildert mein erstes Jahr an der Hochschule München. Im Folgenden werde ich Euch ein persönliches Zwischenfazit über die ersten zwei Semester des Studiengangs Wirtschaftsinformatik an der Hochschule München geben. Ich bin derzeit Dualer Student. Das bedeutet, dass ich neben dem Studium eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung absolviere. Primär möchte ich nun den Studiengang Wirtschaftsinformatik an der Hochschule München näher begutachten. Ich werde lediglich meine persönliche Einschätzung wiedergeben und keine Personen bewerten.

Erfahrungsbericht Studiengang Wirtschaftsinformatik

Allgemein handelt der Studiengang, wie der Name schon vermuten lässt, von der Wissenschaft Wirtschaftsinformatik. Es ist ein Studiengang, der sich aus vielen anderen Wissenschaften, wie primär der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik aufbaut.

Ich schätze mich selber als eine Person ein, die sehr zielstrebig und wissbegierig ist. Gerne probiere ich neue Technologien aus und beschäftige mich mit den aktuellen Trends aus der Informatik. Auch in dem Studiengang Wirtschaftsinformatik wird einem definitiv nicht langweilig, wenn man sich dafür interessiert und etwas Neues lernen möchte. Vor allem die betriebswirtschaftlichen Vorlesungen, wie beispielsweise Buchführung und Jahresabschluss oder Wirtschaftsprivatrecht stellten mich vor neue Herausforderungen. Mit den Abläufen und Hintergründen habe ich davor noch nichts zu tun gehabt. Durch meine praktischen Einsätze in der Arbeit konnte ich schon fundiertes Fachwissen in dem Bereich Softwareentwicklung aufweisen. Auch durch die Praxis konnte ich mir die Theorie besser vorstellen. Doch man muss auch dazu sagen, dass die beiden ersten Semester sehr theoretisch waren. Gut das Tempo ist schon sehr schnell, aber wenn man vieles von beispielsweise der Wirtschaftsschule schon behandelt hat, kann das teilweise langweilig sein. Außerdem bin ich sehr froh, meine praktischen Einsätze zu haben. Darin kann ich das Gelernte anwenden und vieles dazu lernen.

Obwohl ich ein Jahr Praxiserfahrung sammeln konnte, bin ich relativ frisch vom Gymnasium in das Studium gestartet. Wie in der Schule ist es jedoch nicht mehr. Niemand achtet darauf, dass man vorbereitet in die Vorlesung geht oder mitmacht. Man hat dadurch sehr große Freiräume, die man auch zu schätzen und zu achten hat. Ich bin zu nahezu jeder Vorlesung gegangen, habe mitgeschrieben und die Übungen gemacht. Meiner Meinung nach lernt man etwas am besten, wenn man es selber ausprobiert. Probieren geht über Studieren.

Aufbau erstes Semester

Vorlesungen im ersten Semester:

  • Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre
  • Buchführung und Jahresabschluss
  • Softwareentwicklung I
  • Wirtschaftsinformatik I
  • Wirtschaftsmathematik I
  • Allgemeines Wahlfach: Spanisch I

Es wird deutlich, dass im Grundstudium die Grundlagen näher gebracht werden. Es ist alles sehr theoretisch. Dennoch habe ich die Inhalte spannend und interessant gefunden. Ich musste eigentlich nur in den beiden Fächern „Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre“ und „Buchführung und Jahresabschluss“ viel lernen, denn dort hatte ich kaum Wissen.

Aufbau zweites Semester

Vorlesungen im zweiten Semester:

  • Wirtschaftsprivatrecht
  • Volkswirtschaftslehre
  • Softwareentwicklung II
  • Wirtschaftsinformatik II
  • Wirtschaftsmathematik II
  • Statistik und Operations Research
  • Allgemeines Wahlfach: Spanisch II

Vor allem im zweiten Semester hat man den Anstieg bezüglich Umfang der Vorlesungen und Komplexität gemerkt. Nun hatte ich nur noch in den Vorlesungen „Softwareentwicklung II“, „Wirtschaftsinformatik II“ und „Spanisch II“ bereits Wissen. In den anderen Fächern musste ich viel lernen. Es ist außerdem sehr wichtig, in dem ersten Semester viel zu lernen und fleißig zu sein, da viele Fächer im zweiten Semester die Vorlesungen in dem ersten Semester als Grundlage nehmen. Doch gerade durch die ansteigende Komplexität hat mir das zweite Semester mehr Spaß gemacht als das erste. Man lernt einfach mehr. Doch die Inhalte sind trotzdem sehr theoretisch. Es ist sehr wichtig, neben dem Studium einen praktischen Bezug aufzubauen. Ich konnte die Theorie durch meine Arbeit mit der Praxis verknüpfen.

Außerdem habe ich noch zwei Kurse von der virtuellen Hochschule Bayern (vhb) „besucht“:

  • SAP Geschäftsprozesse I: Grundlagen
  • SAP Programmierung I: ABAP Grundlagen

Ich möchte viel Wissen aus dem Studium herausnehmen, damit ich in meinen zukünftigen Arbeitsleben vieles davon anwenden kann. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, zwei Kurse von der virtuellen Hochschule Bayerns zu belegen. Das war neben den Vorlesungen an der Heimathochschule zwar mit zusätzlicher Arbeit verbunden, aber ich habe dadurch viele interessante Themen rund um die allgemeinen Geschäftsprozesse („Einkauf“, „Produktion“ und „Vertrieb“) eines Unternehmens und die ABAP Programmierung gelernt.

Bewertung Vorlesungen

Ich habe keinen Vergleich zu einer Universität, dennoch finde ich das Konzept der Hochschule sehr gut. Man nimmt mit ungefähr 30 anderen Kommilitonen an einer Vorlesung teil und kann währenddessen Fragen stellen. Die Dozenten haben immer ihre Vorlesung durch eine Präsentation am Beamer unterstützt. Dadurch konnte man das Gesagte mitlesen und sich besser vorstellen.

Bewertung Praktika

Die Praktika oder Übungen sind dazu da, die Theorie praktisch anzuwenden. Hierbei wurde jedoch meistens sehr detailliert beschrieben, was zu tun ist. Jedoch haben mir die Übungen in der Vorlesung Softwareentwicklung I und II sehr viel Spaß gemacht. Es waren wie kleine Rätsel für mich. Vor allem war die Zusammenarbeit mit den Kommilitonen sehr positiv zu vermerken. Jeder hat jedem geholfen.

Bewertung Prüfungen

Insgesamt benötigt man für den Bachelor of Science 210 ECTs. Ich habe nun schon 60 ECTs erlangt. In meinem Erfahrungsbericht Studiengang Wirtschaftsinformatik habe ich meistens das Konzept näher erläutert. Die Prüfungen sind jedoch das wichtigste im Studium, da diese darüber entscheiden, ob man weiter studieren darf und wie gut man abschneidet. Ich habe selber einen hohen Anspruch an mich selber und möchte deshalb das beste herausholen. Aufgrund dessen habe ich über das Semester kontinuierlich mitgearbeitet und ungefähr einen Monat vor den Prüfungen mit dem Lernen angefangen. Das war für mich vollkommen in Ordnung. Wer regelmäßig etwas macht, der hat vor den Prüfungen weniger zu lernen und muss meistens nur wiederholen

Bewertung Atmosphäre

Der Erfahrungsbericht Studiengang Wirtschaftsinformatik wäre unvollständig, wenn nicht das Verhältnis zu den Kommilitonen beschrieben wird. Man merkt, dass die Mitstudierenden einfach reifer sind als die Mitschüler in der Schule. Alleine weil man beruflich in eine ähnliche Richtung abzielt, sind die Interessen ähnlich. Das merkt man einfach in den Unterhaltungen. Der Zusammenhalt ist ebenfalls positiv zu erwähnen. Wenn man Fragen hat, findet man schnell eine Antwort. Man sagt ja schließlich auch, dass man im Studium Freunde für das Leben findet.

Persönliches Fazit

Ich empfehle jedem diesen Studiengang an der Hochschule München definitiv weiter. Man bekommt einen guten Einblick in wichtige Themen und Trends in dem Fachgebiet Wirtschaftsinformatik. Lernen ist für mich ein essentieller Bestandteil des Lebens. Ich bin jedoch der Meinung, dass das Studium die Grundlage für die berufliche Laufbahn legt und man danach selber darauf achten sollte, sich zu informieren, zu lernen und einfach auszuprobieren.

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