Studium: Lerntipps für effizientes Lernen

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Mit einigen Lerntipps kannst Du im Sudium, in der Schule oder im Beruf Dein Lernen effektiver gestalten. Dadurch steigerst Du Deinen Lernerfolg, minimierst die Prüfungsangst und hast allgemein mehr Freizeit. Mithilfe dieser Tipps wirst Du entspannter durch die Schulzeit oder das Studium gehen.

Lerntipp 1: Visualisierung/Vorstellungskraft

Du merkst Dir etwas besser, wenn Du Dir es vorstellst. Unser Gehirn arbeitet mit Bildern, wann immer es darum geht, sich etwas langfristig zu merken. Was mit Emotionen verknüpft ist, behalten wir besser. Denke Dir also die lustigsten, bizarrsten oder verrücktesten Geschichten aus. Gerade wenn Du an die Werbung im Fernsehen beispielsweise denkst. Die ekligste, verrückteste oder lustigste Werbung merken wir uns am besten. Es sind Emotionen damit verknüpft.

Lerntipp 2: Verständnis

Geht es Dir auch einmal so, dass Du in der Schule, im Studium oder Zuhause einen Text liest und Du danach nicht einmal mehr weißt, um was der Text geht?
Wenn ja, dann wird Dir dieser Tipp sehr viel helfen.

In unseren heutigen Gesellschaft wird es immer wichtiger , komplexe Zusammenhänge und die Aussagen von Texten zu verstehen, als Details oder Zahlen. Fakten veralten im Schnitt nach nur vier Jahren!

Wendet diese Anleitung beim nächsten Lesen an, um den Text besser zu verstehen:

  1. Lese die Überschrift (und falls vorhanden das Inhaltsverzeichnis). Überlege Dir dabei, um was der Text handeln könnte.
  2. Überfliege den Text, damit Du das Wichtigste herausbekommst. Es hat sich als hilfreich erwiesen, wenn man mit dem Gedanken an den Text geht, dass man nach dem Lesen den Inhalt seinem Banknachbar, Freunden oder Familienmitgliedern zusammenfassen soll. Markierungen zu setzen sind jederzeit hilfreich. Mache Dir also ein „Global Picture“. Du kannst jederzeit die wichtigsten Fakten visualisieren, wie in Lerntipp 1 beschrieben wurde.
  3. Versuche danach die W-Fragen zu beantworten. Wenn Du sie nicht beantworten kannst oder mehr Details brauchst, lese den Text erneut.
  4. Fasse den Text in einigen Stichpunkten zusammen, kreiere einen Spickzettel, diskutiere ihn mit einem Freund oder male ein Bilder/Mind-Map dazu.
  5. Seht den Text kritisch gegenüber. Vergleicht die Inhalte mit Texten aus anderen Quellen. Sind die Zahlen/Zusammenhänge/Daten schlüssig oder gibt es andere Methoden, die besser zum Ergebnis führen?

Diese Anleitung wirkt auf den ersten Blick sehr aufwendig, aber der Aufwand/Nutzen ist größer als wie wenn ihr den Text schnell, unstrukturiert lest und wenig dabei behaltet. Ihr geht außerdem entspannter und sicherer in Prüfungen, da ihr den Stoff besser gefestigt habt. Einmal vernünftig und richtig an die Sache herangehen, als öfters und dafür mit geringer Konzentration.

Lerntipp 3: Konzentration/Speed Reading

Wie bereits in den vorherigen Lerntipps angesprochen spiegelt sich das meiste in der Konzentration wieder. Mein Tipp hier an Dich: Schalte lieber für eine Stunde alle störenden Umfeldfaktoren (z. B. Smartphone, Hintergrundmusik, Facebook, usw.) aus, fokussiere Dich auf das Wesentliche und widme Dich danach diesen Tätigkeiten. Hier meine Empfehlung an Dich:

  • Schaffe Dir eine „Wohlfühl-Atmosphäre“
  • Räume Deinen Schreibtisch auf, um unnötiges Ablenken zu vermeiden
  • Lerne lieber kürzer und konzentrierter als lange und ineffizient
  • Um besser konzentriert zu arbeiten, ist das „Speed Reading“ sehr ratsam.

Lerntipp 4: Pausen

Ist es bei Dir auch manchmal so, dass wenn Du auf eine Prüfung weniger gelernt hast als auf eine andere Prüfung und doch feststellst, dass Du mit weniger Aufwand eine bessere Note erzielt hast? Du hast dabei höchstwahrscheinlich Lerntipp 4 angewandt.

Pausen machen

Nach der Ebbinghaus‘ sche Vergessenskurve vergessen wir bereits nach 20 Minuten 40 % vom Gelernten!
Wichtig ist es deshalb, nach gewissen Zeitabständen Pausen zu machen. Während der Pausen passiert nämlich etwas Phänomenales. Das Gelernte wird gefestigt und kann verarbeitet werden. Unter Pausen versteht man jedoch nicht Fernsehen oder im Internet surfen, denn weitere Informationsaufnahme durch das Internet oder dem Fernseher können das Gelernte verdrängen.
Deshalb lieber spazieren gehen, sich mit Freunden treffen, Sport betreiben oder sonst etwas machen, was Euch Spaß macht. Der Ausgleich ist sehr wichtig fürs Lernen und macht auf lange Sicht mehr Sinn.

Die beste Methode, um sich zu erholen, ist schlafen. Achte auf einen ausreichenden Schlaf. Außerdem ist es ratsam nach ca. 2 h intensivem Lernen sich für ca. 20 Minuten hinzulegen. Wenn Ihr euch länger hinlegt, könnte es sein, dass Ihr am Abend nicht mehr einschlafen könnt und deshalb Euer Schlafrhythmus aus dem Gleichgewicht kommt. Aus Erfahrung geht das meistens bis 16 Uhr noch gut.

Erfolg ist nicht etwas, das einfach passiert – Erfolg wird erlernt, Erfolg wird trainiert.
– George Halas

Lerntipp 5: Sport machen

Um außerdem das meiste aus dem Lernen herauszuholen empfiehlt es sich, regelmäßig Sport zu betreiben. Das geniale daran ist, dass während dem Sport das Gelernte gefestigt wird, weil unser Gehirn vermehrt mit Sauerstoff versorgt wird und Glückshormone freigesetzt werden. Beim Sport werden sogar Nervenzellen gebildet. Ihr werdet also nur durch Sport schlauer.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die Gleichung zum Erfolg so aussieht:

Intensives Lernen + Sport + Regelmäßige Pausen/Genügend Ausgleich/Schlaf = Lernerfolg

Lerntipp 6: Loci-Methoden/Listen

Mithilfe der Loci-Methode, auch Routenmethode genannt, ist es leichter, Fakten zu lernen. Bei dieser Methode werden Punkte entweder am Körper (Körperroute) oder im Raum (Raumroute) festgelegt. An diese so genannten Routenpunkte hängen wir dann unsere Schlüsselwörter an. Mithilfe lustiger Bilder merken wir uns die Details noch besser. Wir können vorher genannte Lerntipps anwenden, in dem wir uns ein lustiges Bild oder eine lustige Geschichte dazu ausdenken.

  1. Festlegen der Route
  2. Routenpunkte mit Schlüsselwörter verbinden
  3. Lustige Bilder und Geschichten ausdenken

Außerdem können wir mit Hilfe von Listen eine Struktur in Fakten bringen und lernen es leichter.
Allgemein heißt es: Je kreativer Du beim Lernen bist, umso besser/leichter kannst Du das Gelernte behalten. Mut zur Kreativität also. Das Gehirn ist nämlich nicht trainierbar wie ein Muskel durch stetiges Wiederholen und Anpassung der Gewichte. Man muss neue Reize setzen und kreativ an die Sache herangehen.

Lerntipp 7: Mind Mapping

Hier kommt Lerntipp 7, damit Ihr beim Lernen wieder auf Wolke 7 schweben kannst. Wenn Du eher kreativ veranlagt bist, eignet sich die bekannte Mind-Map-Technik wunderbar, um Inhalte aufzubereiten und Zusammenhänge darzustellen. Von dem im Zentrum stehenden Thema oder Schlagwort gehen Äste mit weiteren Informationen und einzelnen Aspekten ab. Die Unterpunkte können dabei beliebig viele neue Äste ausbilden. Ab einer gewissen Komplexität wird eine Mind Map jedoch unübersichtlich. Auch technologische Lösungen können hier nur bedingt helfen.

Mit Bildern, Symbolen, Geschichten könnt ihr die Punkte besser behalten. Mut zur Kreativität ist beim Lernen sehr wichtig.
Vergesst dabei nicht das „Global Picture“, das Ihr jederzeit beherrschen solltet, um den Überblick nicht zu verlieren und die Themen besser zu verstehen.

Lerntipp 8: Alle Sinne ansprechen

Für effektives Lernen ist es hilfreich, möglichst viele Sinnesorgane am Lernprozess zu beteiligen. Jeweils nur Hören, nur Lesen oder nur Schreiben ist nicht effektiv.

Es gibt die vier verschiedenen Lerntypen:

  • Visuelle Lerntypen (lernen mit einer optisch ansprechenden Lernumgebung)
  • Auditive Lerntypen (arbeiten bevorzugt mit dem Gehör)
  • Motorische Lerntypen (nehmen das Gelernte am besten mit der Handlungsebene auf)
  • Kommunikative Lerntypen (lernen am besten durch Gespräche mit anderen)

Versuche dennoch stets so viele Sinnesorgane wie möglich am Lernprozess teilhaben zu lassen, damit das Gelernte besser hängen bleibt.
Weiterhin viel Spaß am Lernen. Denke stets positiv, sehe den Nutzen und nicht die Arbeit darin, sei kreativ und höre nie auf zu lernen.

Lerntipp 9: Zusammen lernen

Getreu dem Motto „Gemeinsam erfolgreich“ kommt Lerntipp 9. Lerne zusammen. Gemeinsam macht es mehr Spaß. Bilde Lerngruppen und diskutiere den Lernstoff zusammen. Durch Diskussionen und das Gelernte in Worte fassen, festigst Du den Lernstoff deutlich besser. Auch wenn es einmal einen Tag gibt, an dem Du nicht voran kommst, denke daran, dass wenn Du mit Durchhaltevermögen an den Tag gehst, Du dem Ziel immer näher kommst. An anderen Tagen kommst Du eben besser voran.

Außerdem werden die Themen von unterschiedlichen Blickwinkeln begutachtet. In Klausuren musst Du ebenfalls meistens das Gelernte diskutieren und selten nur auswendig „runterbeten“. Gehe mit Freude an den Tag, denke positiv und sei kreativ beim Lernen. Mit diesen kleinen Tricks macht das Lernen doch gleich viel mehr Spaß.

Lerntipp 10: Spaß haben

Außerdem möchte ich Dir empfehlen, am Lernen Spaß zu haben. Natürlich gibt es Themen, die einen nicht interessieren, aber seht immer das Positive an der Sache. Ihr seid danach schlauer als davor 🙂

Studium Lerntipps für effizientes Lernen

In unseren heutigen Gesellschaft ist es wichtig, dass man lebenslang lernt. Nicht nur, dass man beruflich Erfolg hat, sondern dass man auch bis ins hohe Alter geistig fit bleibt. Lerne das, was Dich interessiert und Dir Spaß macht. Engagiere Dich. Oft wird in der Schule verlangt, einfach Fakten zu lernen. Dies macht bis zu einem gewissen Grad durchaus Sinn. Dennoch versucht, Konzepte und Zusammenhänge zu verstehen, denn die Informationen veraltern im Schnitt aller vier Jahre. Wende ein paar dieser Lerntipps für Deine nächste Prüfung an und teste sie. Learning by doing. Es gibt sicherlich nicht die perfekte Lernmethode für jeden. Finde einfach die beste für Dich und steigere somit die Effizient Deines Lernens. Gerade ich habe beim Dualen Studium oft viel zu lernen und muss mich an neue Themen einarbeiten. Meiner Meinung nach beginnt effizientes Lernen bei der Einstellung.

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