Was ist Wirtschaftsinformatik?

Tafelbild von der Definition von Wirtschaftsinformatik

Definition

„Die Wirtschaftsinformatik ist eine Wissenschaft, die sich mit der Gestaltung rechnergestützter Informationssysteme in der Wirtschaft befasst. Als Synonym kann man auch Betriebsinformatik als Begriff wählen. Sie versteht sich als interdisziplinäres Fach, basierend auf der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik“
Hansen, Hans Robert / Mendling, Jan / Neumann, Gustaf: Wirtschaftsinformatik. Medien in Deutschland. 11. Auflage 2015, S. 49

Hierbei ist der Begriff Informationssystem als ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaftsinformatik zu sehen.

Was ist ein Informationssystem?

„Ein Informationssystem ist ein System, das aus Menschen und Maschinen (Rechner samt Software, Netze, Kommunikationseinrichtungen) besteht, die Information erzeugen oder benutzen und die durch Kommunikationsbeziehungen miteinander verbunden sind.“
Hansen, Hans Robert / Mendling, Jan / Neumann, Gustaf: Wirtschaftsinformatik. Medien in Deutschland. 11. Auflage 2015, S. 49

Arten von Informationssysteme:

  • operative Informationssysteme
  • Büroinformationssysteme
  • Managementunterstützungssysteme
  • zwischenbetriebliches Informationssystem
  • Brancheninformationssystem
  • Konsumenteninformationssystem

Warum benötigen wir die Wirtschaftsinformatik? – Aufgabengebiete

Die Wirtschaftsinformatik befasst sich mit der Konzeption, Entwicklung, Einführung, Wartung, Nutzung von Informationssystemen und dem Produktionsfaktor Information.
Gerade die heutigen Trends in der Informatik (Cloud Computing, Mobile, Social, Virtual Reality, Internet of things, Analytics und Industrie 4.0) zeigen wie die Digitalisierung in unseren Welt immer zunimmt und auch immer bedeutender wird. In der modernen heutigen Welt ist der Computer, das Tablet oder das Smartphone kaum wegzudenken.
Im Allgemeinen baut die Wirtschaftsinformatik auf das methodische Verarbeiten der Informatik auf und kann somit auch als „Fortsetzung“ der Informatik gesehen werden.

Wichtige Einsatzfelder sind zum Beispiel:

  • Optimierung von Prozessen
  • Effiziente Nutzung von Ressourcen
  • Schaffung eines durchgängigen Informationsflusses – Vermeidung von Medienbrüchen
  • Schaffung einer einheitlichen Schnittstelle für den Kunden
  • Aufdecken von Qualitäts- und Zeitproblemen
  • Entwicklung neuer Geschäftsmodelle
  • Bewertung und Konstruktion von Informationssystemen
  • Betriebliche Funktionen, Prozesse durch Workflows zu automatisieren
  • usw.

Berufsfelder

Das spannende an dem Berufsfeld der Wirtschaftsinformatik ist außerdem seine Vielfältigkeit. Ich bin eine Person, die ständig etwas Neues lernen möchte und interessiere mich auch an modernen Trends und Technologien. Wie bereits erläutert ist die Wirtschaftsinformatik eine Schnittmenge aus vielen verschiedenen anderen Wissenschaften und Fachbereichen. Dieser Sachverhalt sorgt auch dafür, dass es sehr viele Berufsfelder in der Wirtschaftsinformatik gibt und man nicht sagen kann, das es nur den einen Beruf zu Wirtschaftsinformatik gibt. In den Beispielen wird Informationssystem durch „IS“ abgekürzt.

Wichtige Berufsfelder in der Wirtschaftsinformatik:

  • IT-Leiter (CIO)
  • Projektleiter
  • IS-Analytiker
  • Anwendungsentwickler
  • Webdesigner
  • Systemprogrammierer
  • Netzwerk- und Systemadministrator
  • Benutzerbetreuer
  • IT-Verkäufer
  • IT-Berater
  • IT-Trainer
  • Social-Media-Manager
  • Cloud-Computing-Entwickler
  • Datenschutz- und Sicherheitsbeauftragter
  • SAP-Entwickler
  • uvm.

Es ist außerdem sehr wichtig zu erwähnen, dass dies nur eine Auflistung von typischen Berufen der Wirtschaftsinformatik sind. Man erhält in der Wirtschaftsinformatik ein breites Spektrum an Wissen aus unterschiedlichen Fachbereichen wie z. B. Programmierung, Betriebswirtschaftslehre, Buchführung, Datenbanksysteme, Computernetzwerke, Statistik, Wirtschaftsmathematik. Dadurch kann man sich in den einzelnen Teilbereichen spezialisieren und dort einen entsprechenden Beruf wählen.

Typische Themenfelder, die mit der Wirtschaftsinformatik verbunden sind:

  • Hardware
  • Informatik
  • Kommunikationssysteme
  • Betriebssysteme
  • Cloud-Computing
  • IT-Betriebsführung
  • Programmierung
  • Geschäftsprozessmanagement
  • Datenmanagement
  • Big Data
  • Business Analytics
  • Administrations- und Dispositionssysteme & ERP Systeme
  • Supply Chain Management
  • E-Business & E-Commerce
  • Customer Relationship Management (CRM)
  • Datenschutz und IT-Sicherheit
  • IT-Management

Zusammenfassung

Zusammengefasst lässt sich herausstellen, dass die interdisziplinäre Wissenschaft Wirtschaftsinformatik noch ein sehr junges Fachgebiet ist, das sich ständig weiterentwickelt. Gerade der mit der Informationstechnologie einhergehende Wandel in unserer heutigen Welt deutet darauf hin, dass die Informatik und gerade die Wirtschaftsinformatik immer bedeutender werden.
Ich als Student der Wirtschaftsinformatik sehe darin sehr großes Potential und finde die darin verbundenen Themen unheimlich spannend und interessant.

Buchempfehlung

In der Hochschule München wird in den ersten beiden Semestern das Fach Wirtschaftsinformatik gelehrt. Um mich neben der Vorlesung weiterzubilden und mich auch auf die finale Klausur vorzubereiten, habe ich wichtige Lerninhalte in dem Fachbuch „Wirtschaftsinformatik (De Gruyter Studium)“ von Hans Robert Hansen (Autor), Jan Mendling (Mitwirkender) und Gustaf Neumann (Mitwirkender) besorgt. Die wichtigsten Themen rund um Wirtschaftsinformatik werden hier sehr gut erläutert.

Lehrbuch der Wirtschaftsinformatik

Ich freue mich immer über Kritik und Anregungen. Ich handle gerne nach dem Prinzip „Das beste Training liegt im selbstständigen Machen“. Deshalb probiere ich gerne Sachen aus und möchte stets Neues lernen.

Vielen Dank und bis bald

Andreas Geiger 🙂

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